![]() |
| Historische Stilepochen in der Architektur >>>Antike >>>Art Deco >>>Barock >>>Dekonstruktivismus
>>>Gotik >>>Historismus >>>Jugendstil >>>Klassizismus >>>Konstruktivismus >>>Moderne >>>Postmoderne |
|
Romanik Der Begriff Romanik beschreibt eine kunstgeschichtliche Epoche von etwa 1000 bis 1200, vielerorts werden jedoch romanische Stilprinzipien bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts beibehalten. Die romanische Kunst ist überall in Europa sowie in Westasien und Nordafrika nachzuweisen. Stilprinzipien Typisch für die romanische Baukunst sind Rundbögen, dicke, festungsartige Mauern (besonders im Westwerk) mit kleinen Fenstern sowie Würfelkapitelle an den Säulen. In frühromanischer Zeit finden sich flache Kassettendecken, später dann Kreuzgratgewölbe. Der romanische Kirchenbau wird bestimmt durch die Einführung der Überwölbung großer Raumweiten. Die Skulpturen und Malereien zeigen oftmals drastische Motive.
die Michaelskirche in Fulda (818-822) Foto als Panoramaansicht (http://www.live-reisen.com/fd/wiki_michael.htm)
Der Romanik voraus ging die merowingische, karolingische und ottonische Epoche, deren Baudenkmäler noch gedrungener und archaischer als die der Romanik sind, sich in ihren Elementen jedoch sehr ähneln. Es sind jedoch nur sehr wenige Bauwerke aus diesen frühen Zeiten auf uns gekommen, so dass generelle Aussagen nur unter Vorbehalt möglich sind; eine Ausnahme bildet beispielsweise das Aachener Münster. Der Übergang von der Vorromanik zur Romanik wird für Frankreich um 1000, für Deutschland um 1020/30 (St. Michael in Hildesheim ab 1010, Dom zu Speyer ab 1025, Klosterkirche Limburg a.d. Haardt ab 1025) angesetzt. Die Romanik in Deutschland lässt sich in Früh-, Hoch- und Spätromanik einteilen.
Herkunft des Begriffs Die Bezeichnung romanesque wurde um 1820 von französischen Gelehrten für den Rundbogenstil eingeführt. Der Begriff wurde gewählt unter Hinweis auf die Verwandtschaft zur römischen Architektur, von der Rundbogen, Pfeiler, Säule und Gewölbebau übernommen waren.
Stilphasen
Nürnberger Burg, Romanische Doppelkapelle von Osten
Frühromanik (10241080) Die vorhandenen ökonomischen und technischen Voraussetzungen sowie weltweite Anregungen ermöglichten enorme Leistungen in der Baukunst. Die größte Kirche war die Abtei von Cluny. Sie bestand aus fünfschiffigen, gewölbten Basiliken, zwei Ostquerhäusern und einem Chor mit Umgang und Kapellenkranz. Die größte Swarovski Kirche der salischen Kaiser war der Dom zu Speyer, der Höhepunkt der Frühromanik; der Dom diente zugleich als Grablege der Kaiser. Sie bestand aus einem Mittelschiffgewölbe, aus der ältesten durchgehend mit Kreuzgewölbe überdeckten Basilika und aus der größten Krypta. Zur Frühromanik kann man aber auch schon den Mainzer Dom zählen, der zwar schon 975 begonnen wurde, jedoch als erster großer Kirchenbau jenseits der Alpen gilt. Seine Maße dienten Domen wie Speyer und Worms als Vorbild. Zudem brannte der Dom schon 1009 größtenteils ab und musste im wesentlichen neu errichtet werden.
Hochromanik (1080-1190) In der Hochromanik spielte Bauschmuck eine große Rolle. Hinzu kamen mehr und mehr freistehende figürliche Bildwerke, die oft aus Holz (Triumphkreuze, Madonnenfiguren, Lettnerfiguren), aber auch aus Bronze (Braunschweiger Löwe, Wolframleuchter in Erfurt) gearbeitet wurden. Italienische Einflüsse sind wahrscheinlich, so zunächst wohl bei der Quedlinburger Stiftskirche mit ihrem vielfältigen bauplastischen Schmuck. Kennzeichen der Hochromanik ist auch die Einführung des Großgewölbebaus, der erstmals beim Speyerer Dom verwirklicht werden konnte, als dieser um 1100 umgebaut wurde.]] Eine bildnerische Prachtentfaltung ist danach z.B. bei der Klosterkirche in Königslutter festzustellen; in einem teilweise engen Zusammenhang stehen Bauten z.B. in Hildesheim (St. Godehard; Michaeliskirche, Langhaus und Kreuzgang), Goslar, Braunschweig, Magdeburg und Halberstadt.
Bamberger Dom, Gesamtansicht der östlichen Doppelturmfassade mit polygonalem Chor, von Nordosten aufgenommen
Spätromanik (11901235) Jede kleine Stadt besaß Kirchen mit kreuzförmigen, dreischiffigen Basiliken. Die Spätromanik zeichnet die Vielseitigkeit von Baukörpern und Innenräumen aus, die mit Zierfreude und den Einzelheiten gebaut wurden. Doppelturmfassaden entwickelten sich meist in Verbindung mit prächtig ausgebildeten Vierungstürmen weiter. Die Romanik wurde in Frankreich um 1140 (St. Denis), in England 1175 (Canterbury) und in Deutschland um 1235 (Elisabethkirche in Marburg, Liebfrauenkirche in Trier) durch die Gotik abgelöst.
Profanbauten Aus der Romanik sind auch die ältesten Profanbauten erhalten (Wohnhäuser in Cluny, Rheingasse 8 in Köln, Dreikönigenhaus in Trier), ebenso Pfalzen und Burgen.
Neuromanik Romanische Bauwerke (insbesondere Kirchen) wurden um 1850 gerne nachgebaut bzw. stilrein erneuert (Dom zu Speyer); dabei wurden oftmals originale Barockausstattungen beseitigt (z.B. St. Michael in Hildesheim). Diesen Baustil nennt man neuromanisch (siehe auch Historismus).
Bedeutende romanische Baudenkmäler
In Frankreich Aquitanien-Pyrenäen Moissac Auvergne:http://www.art-roman.net/auvergne/auvergne.htm Brioude:http://www.brioude.com/basilique.html Issoire Lavandieu Mauriac Saint-Nectaire Saint-Saturnin Lanobre Orcival Ydes Burgund Autun Chapaize: http://www.art-roman.net/chapaize.htm Cluny, ergraben, wertvolle Skulpturen sind erhalten. Fontenay Paray-le-Monial St. Parize le Châtel: http://www.tu-dresden.de/sulcifra/romanik/04/index-parize.html Tournus Vézelay: http://www.art-roman.net/vezelay/vezelay.htm Loiretal Fontevrault: http://www.tu-dresden.de/sulcifra/romanik/fontevrault_église-08-02/t/index.html St. Benoît-sur-Loire: http://www.tu-dresden.de/sulcifra/romanik/st-benoit/st_benoit.html Poitou-Charente Aulnay: http://www.tu-dresden.de/sulcifra/romanik/aulnay/index.html
In Italien Dom zu Modena Como Pisa Padua
In Deutschland Michaeliskirche in Hildesheim Mainzer Dom Dom zu Speyer: http://www.alois-baumann.de/frames/projekte/Inhalte/sp.htm Zwölf große romanische Kirchen in Köln zum Beispiel St. Pantaleon, St. Maria im Kapitol, Groß St. Martin Dom zu Worms: http://www.kath.de/bistum/mainz/kirche/mzkirdwo.htm der sog. Braunschweiger Dom der sog. Dom zu Königslutter Das Kloster Loccum Insel Reichenau Torhalle Lorsch Maria Laach Bamberger Dom Quirinus-Münster Neuss St. Patrokli-Dom zu Soest
In der Schweiz Basel Zürich
In Spanien Bauten am Pilgerweg nach Santiago de Compostela.
In Schweden Dom Lund
In Venezuela Dom zu Caracas
Touristische Erschließung
Straße der Romanik Die Straße der Romanik ist eine Ferienstraße, die seit 1993 in Sachsen-Anhalt besteht. Sie ist 1000 km lang und umfasst 72 Bauwerke wie Kirchen, Pfalzen, Burgen und Dome.
Weblinks Straße der Romanik in Sachsen-Anhalt, touristische Ausrichtung mit Basisinformationen (http://www.romanikstrasse.de/) Besuch in den zwölf romanischen Kirchen Kölns (http://www.romanische-kirchen-koeln.de/) Romanik in Frankreich (http://www.tu-dresden.de/sulcifra/romanik/) Schülerprojekt zur Romanik (http://www.romanica.de/) |