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Technische Zeichnung Technische Zeichnung einer Wasserturbine mit Erläuterungen Eine technische Zeichnung ist eine Dokument, die in grafischer Form alle notwendigen Informationen für die Herstellung eines Einzelteils, einer Baugruppe oder eines kompletten Produkts zeigt. Die Ausführung einer technischen Zeichnung unterliegt der Normung, beispielsweise sind die Zeichnungsformate von DIN A0 bis DIN A4 genormt. Weitere Details, so zum Beispiel die Faltung einer Zeichnung zur Ablage in einem Aktenordner sind ebenfalls durch eine Norm geregelt. Inhalt Die Darstellung erfolgt in einem der Größe oder der Kompliziertheit des Produktes angepassten Maßstab. Um die gesamte Produktgeometrie darstellen zu können, sind oft mehrere Ansichten aus verschiedenen Richtungen, Detailansichten (in größerem Maßstab) und Schnittdarstellungen nötig. Um verschiedene Materialien, Teile oder Schnittflächen zu kennzeichnen werden Schraffuren verwendet. Die dargestellte Geometrie wird durch die Bemaßung quantifiziert. Durch allgemein gültige Freimaßtoleranzen und auf bestimmte Maße (Nennmaße) bezogene Toleranzen wird die völlige Austauschbarkeit des dargestellten Produkts gewährleistet. Eine Massenproduktion wäre ohne diese Bemaßungsmethode nicht möglich. In einem Schriftfeld werden neben der Benennung des Produkts auch Zeichnungsnummer, Materialangaben, Maßstab, Erstellungs- und Prüfvermerke, Angaben zur Versionsgeschichte und andere notwendige Informationen eingetragen. Für die Montage, Betriebsanleitungen und die Darstellung von Ersatzteilen werden Explosionszeichnungen verwendet. Dies sind technische Zeichnungen, die die Einzelteile perspektivisch darstellen und aus denen die Reihenfolge einer Montage- und Demontagereihenfolge hervorgeht. Der Name hat sich aus der Tatsache gebildet, dass die dargestellten Einzelteile auf der Zeichnung wie nach einer Explosion auseinander zu fliegen scheinen. Anfertigung und Vervielfältigung Angefertigt werden technische Zeichnungen durch Konstrukteure, Technische Zeichner und Personen in artverwandten Berufen. Eine Technische Zeichnung ist die Voraussetzung zum Entwurf unzähliger Alltagsgegenstände. Sie kann aber auch beim Design von Möbeln angewandt werden, Beispielsweise bei einer Glasvitrine oder einem Setzkasten. Bei einer kunstvollen Sammlervitrine ist auch eine schöne Form wichtig. Bis in das letzte Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts wurde mit Bleistift und Tusche auf Transparentpapier gezeichnet. Dieses wurde dazu auf ein Zeichenbrett (Reiß-Brett) gespannt. Danach erfolgte ein sehr schneller Wechsel auf die nun zur Verfügung stehende Computer-Technik, geeignete CAD-Programme und Plotter. Technische Zeichnungen konnten nun auch von 3D-Modellen abgeleitet werden. Wurden Zeichnungen bis zu diesem Zeitpunkt durch Pausen (siehe auch Blaupause) vervielfältigt und das Original der technischen Zeichnung sorgfältig verwahrt, wird nun die nötige Anzahl von Kopien einer Zeichnung direkt geplottet oder mit einem Kopiergerät vervielfältigt. Es ist aber inzwischen auch möglich auf die Weitergabe einer Technischen Zeichnung in Papierform zu verzichten, da zunehmend auch Fertigungsbereiche mit Computern und Bildschirmen ausgerüstet werden. Perspektiven Der Einsatz von 3D-CAD-Software beginnt in Einzelfällen die Technische Zeichnung zu verdrängen. Toleranzangaben werden direkt am 3D-Modell angegeben. Die Fertigungsvorbereitung und Qualitätskontrolle bekommen speziell auf die jeweiligen Forderungen angepasste Bilder mit ISO-Ansichten. Es wird aber ganz sicher noch einige Jahre dauern bis die Technische Zeichnung vollständig ersetzt ist.
Literatur Hans Hoischen: Technisches Zeichnen. 29. Auflage. Cornelsen Verlag, Berlin 2003 ISBN 3464480097
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