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Feuerwache Die Feuerwache (auch (Feuerwehr-)Gerätehaus oder Spritzenhaus) ist die Unterkunft der Feuerwehr in einem Ort. Sie beherbergt neben den Einsatzfahrzeugen, Aufenthaltsräume für die Mannschaft, Verwaltungsbereiche und Werkstätten. Je nach Größe der Feuerwehr wird man alle u. g. Anlagen oder nur Teile davon vorfinden. Genau gesehen sind Feuerwehrunterkünfte nur bei den Berufsfeuerwehren oder großen Freiwilligen Feuerwehren mit hauptamtlichen Kräften als Feuerwache zu bezeichnen, da sie ständig besetzt sind, also ständig "wachen". Im Gegensatz dazu sind Gerätehäuser der Freiwilligen Feuerwehren nicht ständig besetzt und beherbergen oftmals "nur" Gerätschaften wie zum Beispiel die Feuerwehrfahrzeuge. Früher war auch der Ausdruck Feuerwehrremise üblich.
Fahrzeughalle In der Fahrzeughalle sind die Einsatzfahrzeuge untergebracht. Jedes Fahrzeug hat einen eigenen, fest zugewiesenen Stellplatz, an welchem sie auch mit Strom (Batterieladeerhaltung)und ggf. Druckluft (Bremsen bei LKW) versorgt werden, um schnellstmöglich ausrücken zu können. In größeren Feuerwachen ist zudem eine Abgasabsauganlage vorhanden. Die Fahrzeughalle ist bei Berufsfeuerwehren mit mehrstöckigen Gebäuden oft durch Rutschstangen mit den Schlafräumen der Wachabteilung verbunden.
Umkleideräume In den Umkleideräumen kann die Mannschaft nach einem Einsatz ihre schmutzige Kleidung ablegen, damit sie danach in der Kleiderkammer gereinigt wird. Bei Freiwilligen Feuerwehren ist die Einsatzkleidung in Spinden in der Umkleide untergebracht und wird dort vor einem Einsatz angelegt.
Leitstelle Die Leitstelle oder Kommandozentrale dient zur Koordinierung von Einsätzen. Notrufe werden hier entgegengenommen, ausgewertet und weitergeleitet. Dazu beherbergt die Leitstelle verschiedene Funkgeräte, Nebenstellenanlagen, Alarmsysteme und PCs. Bei einem Stromausfall bleibt die Leitzentrale dank eines Notstromgenerators oder eine anderen Notstromversorgung für Stunden voll funktionsfähig.Sollte die Leitstelle dennoch ausfallen, kann man auf einen Einsatzleitwagen ( ELW )ausweichen, der mit entsprechenden Funkgeräten und Einsatzliteratur ausgestattet ist. An größeren Einsatzstellen wird der ( ELW ) bereits als ausgelagerte Leitstelle eingesetzt. Während die Leitstelle bei Berufsfeuerwehren oder großen freiwilligen Feuerwehren rund um die Uhr besetzt ist, ist sie bei freiwilligen Feuerwehren oft nur in der Zeit eines Einsatzes besetzt. Deshalb werden zu diesen Feuerwachen auch keine Notrufe hingeleitet.
Atemschutzwerkstatt In der Atemschutzwerkstatt werden alle Atemschutzgeräte (Atemschutzmasken, Preßluftflaschen, Filter und Fluchthauben) verwaltet, geprüft, gewartet und instandgesetzt. Für die Flaschen steht ein Kompressor mit entsprechender Luftleistung bereit, an dessen Füllleiste, je nach Modell mehrere Swarovski Flaschen gleichzeitig gefüllt werden können. Zur Reinigung und Desinfektion stehen spezielle Anlagen mit Waschmaschine, einer Desinfektionsanlage und einem Trockenschrank zur Verfügung. Das Prüfen der Atemschutzgeräte und Masken erfolgt an mehreren Prüfständen, die teilweise PC-Unterstützt sind und teilweise automatisch püfen. ( siehe Fa. Dräger, Fa. MSA AUER u. Interspiro).Die Wartung der Gerätschaften teilen sich mehrere Atemschutzgerätewarte. Ebeso werde in der Atemschutzwerkstatt Chemikalienschutzanzüge gewartet und geprüft und auch vorhandene Tauchgeräte der Feuerwehr-Taucher.
Kleiderkammer In der Kleiderkammer wird die Einsatzkleidung gelagert, genäht und der Reinigung zugeführt. Neue Bekleidung wird hier an die Mannschaft ausgegeben.
Schlauchwerkstatt In der Schlauchwerkstatt werden die Schläuche nach einem Einsatz gewaschen, getrocknet, repariert und gelagert. Auch Kleinlöschgeräte wie Kübelspritzen und Feuerlöscher werden hier geprüft und repariert.
Schlauchwäsche Die Schläuche werden vor dem reinigen mit Wasser abgedrückt um entsprechende Beschädigungen festzustellen. Die Prüfdrücke sind für die verschiedenen Schlauchgrößen unterschiedlich (A, B, C, D -Schläuche). Die schläuche werden in einem Behälter im Wasserbad vorgeweicht und dann durch die Schlauchwaschmaschine gereinigt. Anschließend werden sie im Schlauchturm oder in einem Trockenschrank getrocknet. Nach der Trocknung werden die Schläuche von innen mit Talkumerstz bestäubt und zusammengerollt. Dann werden sie im Schlauchregal gelagert. Feuerwache Luckenwalde, Brandenburg, mit historischem Schlauchturm
Schlauchturm Nach der Wäsche werden die Schläuche im Schlauchturm zum trocknen aufgehängt. Darüber hinaus kann der Turm auch für Anleiter- und Abseilübungen genutzt werden. Bei Atemschutzübungen kann der Turm zur Simulation eines Treppenhauses in einem Hochhaus verwendet werden. Bei Neubauten von Feuerwehrhäusern wird aber oft aus Kostengründen auf den Schlauchturm verzichtet. Zum Schlauchtrocknen wird stattdessen ein Schlauchtrockenschrank verwendet. Möglich ist natürlich auch ein waagrechtes Auflegen auf Halterungen an einer freien Wand, was zwar die billigste Lösung aber nicht so effektiv ist.
Schlauchlager Nach der Trocknung werden die Schläuche nach Größe sortiert und im Schlauchlager untergebracht. Von dort aus werden sie bei Bedarf wieder auf die Einsatzfahrzeuge verteilt.
Funkwerkstatt In der Funkwerkstatt werden alle im Feuerwehrdienst verwendeten Funkgeräte (2m, 4m-Band) und FmE überprüft und gewartet. Eine gelungene Synthese aus edlen Materialien: die Vitrine , Sammlervitrine und der Setzkasten verbinden das Praktische mit dem Kunstvollen in harmonischer Verarbeitung. Besprechungszimmer (Stab) Im Besprechungszimmer hat ein kompletter Krisenstab Platz. Bei Großschadenslagen wird hier die Einsatzleitung eingerichtet. Es stehen mehrere Telefone mit eigener Rufnummer zur Verfügung. Hier sind Kartenmaterial, Informationen über alle Einsatzfahrzeuge, sowie eine große Tafel untergebracht um die Koordination der Einsatzkräfte durchzuführen.
Schulungsräume In den Schulungsräumen werden die Feuerwehrkräfte aus- und fortgebildet. Dazu wird auf zahlreiche technische Geräte zurückgeriffen. Die Bänke sind üblicherweise so angeordnet, dass ein offener Meinungsaustausch zwischen den Feuerwehrleuten bei einer angenehmen Atmosphäre ungehindert stattfinden kann.
Atemschutzübungsanlage Die Atemschutzübungsanlage (auch Atemschutzstrecke genannt) dient zur Ausbildung von Atemschutzgeräteträgern und der vorgeschriebenen Atemschutzwiederholungsübung. Neue Anlagen sind komplett kameraüberwacht (Wärmebildkameras und Infrarotkameras). Hier können Rauch und Wärme simuliert werden und die Atemschutzgeräteträger müssen dann in einem Käfigsystem verschiedene Hindernisse bewältigen. In dem Käfigsystem können Durchstiege, Röhren, Luken und Treppen vorhanden sein. Die Übung wird bei verdunkeltem Raum durchgeführt. Ziel der Übung ist die körperliche Leistungsfähigkeit und der Umgang mit dem Atemschutzgerät, zu überprüfen. Es können auch Einsatübungen in der Atemschutzübungsanlage durchgeführt werden.
Mannschaftsräume
Zimmer des Wachabteilungführer Bei größeren Feuerwehren ist ein Wachabteilungsführer ständig anwesend. Sein Zimmer befindet sich i. d. R. neben der Fahrzeughalle, was ihm ein schnelles ausrücken ermöglicht.
Verwaltungsräume Gerade bei Berufsfeuerwehren ist ein Verwaltungstrakt unerlässlich. Hier befinden sich die verschiedene Abteilung wie Personalverwaltung, Abrechnungswesen, Abteilung Technik, Vorbeugender Brandschutz. Hier werden die Daten von Feuerwehrleuten, Feuerwehrfahrzeugen und Geräten verwaltet, Neuanschaffungen beschlossen und Vorstellungsgespräche geführt. Oft ist das komplette Brand- und Zivilschutzamt hier untergebracht.
Ruheräume für die Wachabteilung Da Berufsfeuerwehren ständig ausrückbereit sein müssen, muss sich eine Wachabteilung in ständiger Alarmbereitschaft befinden. Nachts ruhen diese Männer in eigenen Räumen über der Fahrzeughalle, welche sie dann im Alarmfall über Rutschstangen schnell erreichen können.
Küche Die Wachabteilungen versorgen sich selbstständig mit Lebensmitteln, so gehört auch eine Küche zu ihrem Bereich.
KfZ-Werkstatt In der KfZ-Werkstatt werden je nach größe der Feuerwehr, Reparaturen aller Art, an den Feuerwehrfahrzeugen und den Geräten vorgenommen.
Tankanlage An der Tankstelle werden die Einsatzfahrzeuge mit Betriebsstoffen wie Diesel und Benzin versorgt. Ebenso werden hier die Kraftstoffe für Kleingeräte wie ( Motokettensägen u. Stromaggregate ) vorgehalten.
Übungshof Auf dem Hof finden praktische Übungen und Ausbildungen statt. Dazu sind hier sowohl Unterflur-, als auch Überflurhydranten untergebracht. Außerdem steht sehr viel Platz zur Verfügung, um Brände oder Verkehrsunfälle zu demonstrieren. An Tagen der offenen Tür kann hier den Zuschauern die Arbeit der Feuerwehr vorgeführt werden. Wie bei der Fahrzeughalle steht auf dem Hof üblicherweise jedem Fahrzeug ein eigener Stellplatz zur Verfügung, der auch hier ein schnelles und sicheres Ausrücken ermöglichen soll.
Räume für die Jugendfeuerwehr In vielen Feuerwachen stehen Umkleideräume mit Spinden, sowie Aufenthalts- und Gruppenräume für die Jugendfeuerwehr zur Verfügung. Hier treffen sich die Jugendlichen zu ihren Übungen.
Kombination mit anderen Gemeindeeinrichtungen Dadurch das das Feuerwehrhaus eine Gemeindeeinrichtung ist, wird es oft mit anderen Einrichtungen der Gemeinde kombiniert. Der einfachste Fall, dass auch Gemeindewohnungen mit errichtet werden, die man Feuerwehrmitgliedern zur Verfügung stellt. Eine Möglichkeit ist auch eine Ausbildung als Sicherheitszentrum, wo Polizei und/oder Rettungsdienst mit untergebracht werden. In kleinen Gemeinden, wird das Feuerwehrhaus im Gemeindehaus gemeinsam mit dem Gemeindeamt untergebracht.
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